Nabenschaltung

Beim Fahrrad gibt verschiedene Arten der Gangschaltung – die Nabenschaltung ist eine beliebte Variante. Im Gegensatz zur Kettenschaltung sind die Bestandteile der Nabenschaltung nicht offen sichtbar, sondern in der Hinterradnabe versteckt. Eine weitere Variante ist die Tretlagerschaltung.

Was ist eine Nabenschaltung?

Eine Nabenschaltung besteht aus einer Radnabe mit integrierter Gangschaltung und befindet sich in der Hinterradnabe eines Fahrrads. Durch die Lage im Inneren der Radnabe ist die Schaltung gut vor äußeren Einflüssen geschützt. Somit können Nässe, Frost und Schmutz ihr nicht viel anhaben. Dadurch ist der Wartungsaufwand eher gering. Du benötigst nur etwas Pflegemittel. 

Wie funktioniert eine Nabenschaltung? 

Mittelpunkt einer Nabenschaltung ist das Planetengetriebe. Die meisten Planetengetriebe verfügen über die folgenden Hauptbestandteile:

  • Nabenachse mit Sonnenrad (Zahnrad)

  • Schiebekupplung

  • Mitnehmer

  • Planetenzahnrad

  • Ritzel

  • Holzahnrad

  • Kupplungsgehäuse

  • Druckfedern

  • Freilauf

Wie schaltet ich eine Nabenschaltung?

Du bedienst deine Schaltung über den Schalthebel. Im Gegensatz zu einer Kettenschaltung, bei der die Zahn- und Kettenräder während des Schaltens in Bewegung sein müssen und du sie daher nur während des Tretens betätigen kannst, lässt sich die Nabenschaltung im Stand bzw. im Leerlauf bedienen. Du schaltest also immer dann, wenn der Kraftfluss unterbrochen wird. Das ist praktisch, wenn du zum Beispiel an einer Ampel anhalten musst und dann mit einem niedrigeren Gang starten möchtest. Unterwegs ist vorausschauendes Fahren wichtig, denn hier kannst du nur im Leerlauf schalten, also wenn du eine Tretpause einlegst, beziehungsweise beim Pedallieren mit wenig Kraft (Verzögerungstritt). Das kann am Berg für manche Radfahrer ein Problem bedeuten kann. 

Welche Vorteile und Nachteile hat eine Nabenschaltung?

Obwohl eine Nabenschaltung viele Vorteile in Bezug auf Bedienung, Wartung und Reinigung besitzt, gibt es auch den einen oder anderen Nachteil:


Vorteile einer Nabenschaltung

Nachteile einer Nabenschaltung


  • gut geschützt vor äußeren Einflüssen

  • Schaltung im Stand möglich

  • häufig einfacher Drehgriffschalter

  • mit Rücktrittbremse und ohne Rücktritt möglich


  • Getriebeabstufung ist nicht veränderbar

  • zum sportlicheren Fahren nicht geeignet

  • Reparaturen gestalten sich aufwendiger


Wie stelle ich eine Nabenschaltung richtig ein?

Bei der 3-Gang-Schaltung erfolgt die Einstellung zumeist über ein Schaltkettchen am Hinterrad, mit dem der Schaltzug straff gespannt wird. Bei 5- oder 7-Gang-Schaltungen stellst du den Zug in der Regel über eine Einstellschraube ein. Jedoch unterscheidet sich die genaue Vorgehensweise je nach Hersteller. Lies am besten deine Bedienungsanleitung oder frag deinen Fachhändler, um deine Nabenschaltung optimal einzustellen.

Ist eine Nabenschaltung besser als eine Kettenschaltung?

Der größte Vorteil der Nebenschaltung gegenüber einer Kettenschaltung ist, dass sich alle empfindlichen und wichtigen Bauteile geschützt im Nabengehäuse befinden. Dadurch ist sie auf alle Fälle pflegeleichter als eine Kettenschaltung, verschmutzt nicht so schnell und ist nicht so anfällig für äußere Einflüsse. Ob eine Nabenschaltung jedoch für dich besser ist als eine Kettenschaltung, hängt davon ab, was für ein Radfahrer du bist. Sportlichere Fahrer greifen besser zur Kettenschaltung. Wer die einfachere Bedienung und Schaltung im Stand wichtiger findet, für den ist die Nabenschaltung ideal.

Welche Nabenschaltung ist die beste?

Welche Nabenschaltung für dich geeignet ist, kommt darauf an, welche Bedürfnisse du hast und worauf du bei einer Schaltung Wert legst. Die Entwicklung der Nabenschaltung hat mittlerweile hervorragende Getriebenaben von Shimano und Enviolo hervorgebracht. Diese sind vor allem für E-Bikes empfehlenswert.


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