Mit dem E‑Bike und Anhänger unterwegs: Das musst du wissen
Du willst mit dem E‑Bike Kinder, Einkäufe oder Gepäck transportieren – und fragst dich, ob ein Anhänger die richtige Lösung ist? In diesem Artikel erfährst du, worauf du bei der Kombination aus E‑Bike und Anhänger achten musst, welche gesetzlichen Regeln gelten, wie du dein Setup sicher machst und für wen sich ein Anhänger besonders lohnt. Außerdem bekommst du Tipps zur Montage, Alltagstauglichkeit und zur Auswahl des passenden Modells.
Warum sich E‑Bike und Anhänger ideal ergänzen
Wenn du im Alltag Kinder transportieren möchtest, brauchst du mehr als ein gutes Fahrrad. Gerade wenn die Strecke zur Kita, zum Spielplatz oder zum Supermarkt ein paar Kilometer lang ist oder Steigungen enthält, stößt ein klassisches Bike schnell an seine Grenzen – vor allem mit einem beladenen Anhänger im Schlepptau. Hier spielt das E‑Bike seine Stärken aus. Der Motor sorgt für gleichmäßige Unterstützung, auch wenn es bergauf geht oder der Wind von vorn bläst. So lassen sich Lasten souverän bewegen – ohne ins Schwitzen zu kommen.
Gleichzeitig bleibt die Flexibilität erhalten: Der Anhänger lässt sich abkoppeln, das E‑Bike solo weiterfahren. Wenn du den E-Bike Anhänger dementsprechend clever auswählst, kannst du ihn darüber hinaus auch als Kinderwagen oder Jogger nutzen. Die Kombination ist also nicht nur praktisch, sondern auch vielseitig.
Das zeichnet Fahrradanhänger aus
Fahrradanhänger machen die Mitnahme von Personen, Tieren oder Proviant auf Fahrradtouren deutlich einfacher. Und auch für den Einkauf oder die allgemeine Beförderung von Gegenständen erweitern sie die Transportkapazität deines Bikes erheblich. Mithilfe der Kupplung verbindest du den Anhänger einfach und sicher mit dem Fahrrad.
Folgendes zeichnet die gängigen Fahrradanhänger aus:
verschiedene Reifengrößen von meist 16 oder 20 Zoll
mit und ohne Dämpfungs-System bzw. Federung
leichte und dennoch robuste Gestelle aus Aluminium / Metall
wasserdichte und abwaschbare Materialien als Kabine mit Regenschutz und Belüftungsgittern
für verschiedene Gewichtsklassen geeignet
wählbare Ausstattung: Reflektoren, Warnflagge
unterschiedliche Kupplungen
Worin unterscheiden sich Fahrradanhänger?
Mithilfe eines Fahrradanhänger kannst du also zum Beispiel Kinder, Hunde oder Gegenstände und Materialien bequem mit deinem Bike von A nach B transportieren. Die Anhänger werden dabei anhand ihrer Nutzung unterschieden. Die Unterschiede liegen hier in der Qualität, dem Komfort, der Sicherheit und der Ausstattung.
Kinderfahrradanhänger
Anhänger für Kinder zeichnen sich durch besondere Sicherheit, Qualität und hohen Komfort aus. Sie verfügen über folgende Merkmale:
gibt es als Ein- oder Zweisitzer
sind mit Gurt und gepolsterter Sitzbank ausgestattet
nur wenige Modelle sind zusammenklappbar (der Thule 1-Sitzer ist bspw. zusammenklappbar, so dass er gut in einen Golf Kofferraum passt)
können teilweise als Buggy oder Jogger umfunktioniert werden
Achte auf folgende Qualitätsmerkmale:
Der Anhänger sollte explizit als Kinderfahrradanhänger ausgezeichnet und vom TÜV (oder von anderer vergleichbarerer Stelle) geprüft sein.
Kinderanhänger benötigen eine entsprechend gute Federung, um die Kinder gegen Schlag und Stoß zu schützen.
Ein Anhänger für Kinder muss Sicherheit gewährleisten und auf jeden Fall verhindern, dass das Kind während der Fahrt hinausgreifen kann.
Große Reifen / Räder und eine breite Spur optimieren das Fahrerlebnis.
Eine Sicherungsleine an der Kupplung sichert die Verbindung zwischen dem Kinderanhänger und dem Fahrrad.

Hundefahrradanhänger
Im Gegensatz zum Fahrradanhänger für Kinder hat der Hundeanhänger den Einstieg in der Regel am hinteren Teil. Außerdem ist er innen mit einer glatten, oft rutschfesten Fläche ausgestattet. Für den Hund gibt es keinen Gurt im Anhänger, sondern eine Sicherheitsleine, die am Brustgeschirr des Hundes befestigt wird.
Diese Merkmale zeichnen den Hundefahrradanhänger aus:
klappbar oder nicht klappbar / fest
keine Polsterung
in manchen Fällen starrer Kasten als Fahrgastzelle
verschiedene Größen / Gewichtsklassen
Fahrrad-Lastenanhänger
Lastenanhänger bzw. Transportanhänger für das Fahrrad kommen mit weniger Sicherheitsstandards aus. Sie dienen zum Transport von Einkäufen, Gartenabfällen, Baumaterial oder Ähnlichem. Es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen und aus unterschiedlichen Materialien – meist Holz, Plastik oder Metall.
Weitere Besonderheiten der Fahrrad-Lastenanhänger:
feste oder demontierbare umlaufende Reling
Modelle mit festen und textilen Aufbauten oder offener Pritsche
Die rechtliche Lage: Das solltest du wissen, bevor du losfährst
So komfortabel die Kombination aus E‑Bike und Anhänger auch ist – sie stellt ein paar besondere Anforderungen. Zunächst ist wichtig zu wissen, dass nur sogenannte Pedelecs, also E‑Bikes mit Motorunterstützung bis maximal 25 km/h, für das Ziehen eines Kinderanhängers zugelassen sind. S‑Pedelecs, die bis zu 45 km/h erreichen, gelten rechtlich als Kleinkrafträder – und bei diesen ist das Ziehen eines Anhängers generell verboten
Auch das Alter spielt eine Rolle: Um Kinder im Anhänger zu transportieren, musst du laut Straßenverkehrsordnung mindestens 16 Jahre alt sein. Und im Anhänger selbst dürfen maximal zwei Kinder bis zu einem Alter von sieben Jahren mitfahren – bei Menschen mit Behinderung gelten Sonderregelungen. Eine Anschnallpflicht besteht zwar nicht bundesweit, wird aber dringend empfohlen – ebenso wie das Tragen eines Helms, auch wenn sich das Kind im Anhänger befindet.
Kaufberatung Worauf du beim E-Bike Anhänger achten solltest
Ein guter Kinderanhänger sollte nicht nur sicher, sondern auch komfortabel sein – für deine Kinder ebenso wie für dich. Modelle mit integrierter Federung federn Unebenheiten auf Feldwegen oder Kopfsteinpflaster sanft ab. Hochwertige Gurtsysteme, Reflektoren, Überrollbügel und Kopfprotektoren erhöhen die Sicherheit bei jeder Fahrt. Besonders praktisch: Viele Modelle lassen sich mit wenigen Handgriffen zum Buggy umbauen, etwa für den Spaziergang nach der Radtour.
Beim Kauf lohnt sich auch ein Blick auf das Gewicht – denn jedes Kilo mehr macht sich am Berg und in der Akkureichweite bemerkbar. Moderne Modelle wie der Qeridoo QUPA 2 wiegen weniger als 20 kg und bieten trotzdem Platz für zwei Kinder und Gepäck.
So gelingt die Fahrradanhänger-Montage
Ein häufiger Stolperstein ist die Montage der Anhängerkupplung. Die ist in der Regel entweder an der Achse oder am Rahmen befestigt – je nach System. Wichtig ist, dass die Kupplung exakt zum E‑Bike passt. Wer etwa eine Steckachse fährt, braucht eine spezielle Kupplung samt Achsverlängerung. Ein kurzer Check im Handbuch oder beim Hersteller schafft Klarheit.
Beim ersten Anbau lohnt sich eine Testfahrt auf leerer Strecke: Wie reagiert das Bike mit Anhänger in Kurven? Wie verändert sich das Bremsverhalten? Wer das ein paar Mal geübt hat, fährt sicherer – und entspannter.

Fazit: Mehr Freiheit, weniger Kompromisse
Ein E‑Bike mit Anhänger ist mehr als ein Transportmittel – es ist ein Werkzeug für ein unabhängiges, aktives Leben mit Kindern. Ob im Alltag oder am Wochenende, ob auf dem Weg zur Kita oder ins Grüne: Mit der richtigen Vorbereitung wird jede Fahrt zum kleinen Abenteuer. Sicher, komfortabel und überraschend einfach. Wir sprechen aus Erfahrung, wenn wir sagen: Wenn du einmal losgefahren bist, möchtest du schnell nicht mehr zurück ins Auto.
Häufige Fragen
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