Kamera beim Radfahren: Die 5 besten Tipps für deine Fotos auf Tour

Fotos halten die schönsten Momente auf Radtouren fest. Doch das perfekte Bild zu schießen, ist alles andere als einfach. Profi-Fotograf Georg Roske hat in diesem Beitrag fünf Tipps zusammengestellt, wie du mit der richtigen Ausrüstung und Technik tolle Bilder auf dem Rad einfängst.

Tipps #1: Das richtige Kamera-Setup wählen

Bevor du mit deiner Tour startest, werfen wir zuerst einen Blick auf die Technik. Grundsätzlich empfehle ich für Fahrradtouren kompakte Kameras – zum Beispiel die Fuji X100V. Solche Kameras sind leicht, robust und verzichten auf Wechselobjektive, die durch Erschütterungen Schaden nehmen könnten. Wenn du eine Spiegelreflex- oder Systemkamera mitnehmen möchtest, kannst du das natürlich auch machen. In diesem Fall spielt aber auch die Wahl der Optik eine entscheidende Rolle. Für einfache Landschafts- und Porträtaufnahmen reicht oft eine Festbrennweite (zum Beispiel 50 mm) oder ein leichtes Zoomobjektiv (zum Beispiel 18-50 mm). Auf schwere Teleobjektive für Wildtierfotografie würde ich aus Gewichtsgründen verzichten – außer du planst spezielle Aufnahmen. 

Übrigens: Wenn du besonders flexibel bleiben willst, kannst du auch auf Zubehör für das Smartphone zurückgreifen. Hier gibt es inzwischen sehr hochwertige Objektive, die den Fotografie-Spielraum mit dem Handy deutlich erweitern.

Schatten eines fotografierenden Radfahrers
Überlege dir, welche Motive du fotografieren willst und welches Setup du brauchst. (Foto: Kalkhoff/Roske)

Tipp #2: Das weitere Equipment

Neben der Kamera solltest du bei der Vorbereitung auch die weitere Foto-Ausrüstung mitbedenken. Statt einen Laptop als Speichermedium mitzunehmen, sind SD-Karten und tragbare Festplatten beispielsweise die bessere Wahl für längere Touren. So sparst du deutlich an Gewicht und brauchst dich nicht um die Sicherheit deines teuren Computers zu sorgen. Ein kleines Stativ sorgt wiederum für die nötige Stabilität, um Langzeitbelichtungen in der Nacht (siehe Abschnitt 5) zu ermöglichen. Und Fotorucksäcke mit schnellen Zugriffsmöglichkeiten erleichtern das Arbeiten auf Touren.

Sortieren von Speicherkarten während einer Radtour
Speicherkarten sind klein und leicht. Damit sind sie das ideale Backup für deine Fotos auf Tour. (Foto: Kalkhoff/Roske)

Tipp #3: Die Kamera beim Radfahren richtig transportieren

Womit wir beim Transport angelangt sind. Damit deine Kamera die Tour unbeschadet übersteht, ist der richtige Transport entscheidend. Fahrradtouren sorgen häufig für Erschütterungen und empfindliche Technik kann darunter leiden. Hier ein paar Tipps, wie du deine Ausrüstung sicher und praktisch mitnehmen kannst:

  • Nicht in den Fahrradkorb oder in Satteltaschen packen: Diese Plätze sind den stärksten Erschütterungen ausgesetzt. Die Kamera ist hier nur unzureichend geschützt und könnte Schäden davontragen.

  • Im Rucksack transportieren: Ein stoßgedämpfter Rucksack ist ideal, da er die Kamera bei Bewegungen abfedert. Es gibt spezielle Fotorucksäcke, die zusätzliche Fächer für Kamera und Zubehör bieten und einen schnellen Zugriff ermöglichen.

  • Umhängen statt verstauen: Kleine Kameras wie die Fuji X100V kannst du sicher um den Hals tragen. Dabei wird die Kamera von deinem Körper stabilisiert, und du hast sie stets griffbereit.

  • Schutzhüllen verwenden: Ob Kamera oder Smartphone – Schutzhüllen bewahren deine Geräte vor Kratzern, Feuchtigkeit und Stößen.

Kalkhoff Mitarbeiter Marc hat durch seine Diabetes-Diagnose überhaupt erst damit begonnen, intensiver radzufahren. (Foto: Die richtige Ernährungsstrategie unterwegs ist essenziell. (Foto: Kalkhoff/Roske)
Packe dein Kamera-Equipment an einen sicheren, wassergeschützten Ort. (Foto: Kalkhoff/Roske)

Tipp #4: Richtig planen und vorbereiten

Eine gute Vorbereitung ist entscheidend, um die besten Motive zu finden. Dazu gehört auch die Routenplanung. Mit Apps wie Komoot kannst du interessante Fotospots in deine Tour integrieren. Zudem solltest du bei der Streckengestaltung auf die Tageszeit achten. Morgens und abends – während der „Golden Hour“ oder der „Blue Hour“ – wirken Farben und Licht besonders stimmungsvoll. Plane deine Touren also so, dass du zur richtigen Zeit am richtigen Foto-Ort bist.

Segelbote in einem Hafen in den Niederlanden
Plane bei deinen Touren die Tageszeiten ein. So kannst du die Lichtstimmung an deinen Fotospots beeinflussen. (Foto: Kalkhoff/Roske)

Tipp #5: Übung macht den Meister: So nutzt du Licht, Stimmung und Wetter

Grauer Himmel? Strömender Regen? Nebel? Auf den ersten Blick sind das nicht die besten Bedingungen zum Fotografieren. Wenn du dich jedoch auf das jeweilige Licht bzw. die Stimmung und das Wetter einlässt, wirst du schnell feststellen, dass du auch bei vermeintlich schwierigen Bedingungen tolle Bilder machen kannst. Während Sonnenschein ideale Voraussetzungen für klare Fotos bietet, schaffen Regen oder Nebel eine mystische Atmosphäre. Besonders am Wasser – etwa entlang eines Kanals – lassen sich beeindruckende Stimmungen einfangen. Auch Dunkelheit ist kein Grund zum Verzweifeln, denn Langzeitbelichtungen sind die Basis für fantastische Bilder.

Kalkhoff E-Bike auf Fußball-Hartplatz
Spannende Lichtstimmungen, Linienführungen, Perspektiven und Winkel geben deinen Bildern das gewisse Etwas. (Foto: Kalkhoff/Roske)

Do’s und Don’ts beim Suchen der richtigen Perspektive

undefined Wenn dein Bild nicht gut aussieht, dann geh näher ran.

undefined Konzentriere dich auf die Linien im Bild. Sie sollten gerade sein für eine ruhige Aufnahme und schräg für eine dynamische.

undefined Bring das in den Fokus, was dir wichtig ist.

undefined Übersättigte Farben und zu starke Filter

undefined Überbelichtungen. Ich mag, wenn das Bild überall Informationen und keine weißen Stellen hat.

undefined Weitwinkelaufnahmen, die keine richtige Komposition oder erkennbaren „point of interest“ haben – Stichwort „goldener Schnitt“.

Fotografieren beim Radfahren: Fazit

Du siehst: Fotografieren beim Radfahren ist kein Hexenwerk. Mit der richtigen Kamera, einer klugen Planung und ein paar praktischen Tricks kannst du beeindruckende Aufnahmen machen – egal, ob bei strahlendem Sonnenschein oder mystischem Nebel. Wichtig ist, dass du dein Equipment sorgfältig auswählst, sicher transportierst und die Touren so planst, dass du zur richtigen Zeit an den richtigen Orten bist. Dabei spielt nicht nur die Technik eine Rolle, sondern auch dein Blick fürs Detail und dein Gespür für Licht und Wetter. Ob du mit einer Kompaktkamera, einer Spiegelreflex oder deinem Smartphone fotografierst – die Möglichkeiten sind vielfältig, und Übung macht den Meister. Also schnapp dir deine Kamera, steig aufs Rad und entdecke die Schönheit der Welt durch die Linse!

Bei beiden Bikepacking-Varianten erlebst du viel. Die Erlebnisse sind aber anders. (Foto: Kalkhoff/Roske)
Kalkhoff Mitarbeiter Marc Oortman (links) und Fotograf Georg Roske.

Über Georg Roske

Georg Roske ist ein erfahrener Fotograf aus Berlin, der sich auf Porträt-, Dokumentar- und Reisefotografie spezialisiert hat. Mit seinem geschulten Blick für Details und Licht schafft er es, Geschichten in Bildern zu erzählen und Emotionen einzufangen. Ob in urbanen Umgebungen oder in der Natur – Georgs Arbeiten zeichnen sich durch Authentizität und eine klare Bildsprache aus. Mehr über ihn und seine Arbeiten findest du auf seiner Website www.georgroske.de.

E-BIKE ONLINE SHOP

Mit wenigen Klicks sicherst du dir dein Traum E-Bike: einfach online bestellen & beim Händler in der Nähe abholen.

E-BIKE ONLINE kaufen

KAUFBERATUNG

Hier findest du alles, was beim E-Bike Kauf wichtig ist und worauf du achten solltest.

Kaufberatung

LEASEN STATT KAUFEN

Spare jetzt bis zu 40% mit Leasing! Freischalten, E-Bike bestellen und losradeln

E-Bike Leasing

Schließen