E-Bike Transport: Mit diesen Tipps bist du sicher unterwegs
Ein Umzug, ein Ausflug, eine Reise – es gibt viele Anlässe, die den Transport deines E-Bikes notwendig machen. Anders als herkömmliche Fahrräder sind Elektrofahrräder aber nicht immer mit einem Auto-Gepäckträger kompatibel. Und auch bei der Mitnahme in anderen Verkehrsmitteln können Hürden auftreten. Erfahre hier, wie du dein E-Bike am besten transportieren kannst.
E-Bikes liegen im Trend – das ist unbestreitbar. Zahlreiche Statistiken zeigen, wie die Nachfrage nach Elektrofahrrädern in den vergangenen Jahren stetig zugenommen hat. Das gilt auch für den Reisesektor. Immer öfter greifen Reisende nämlich auf das E-Bike zurück, um im Urlaub unterwegs zu sein. Im Rahmen der jährlich durchgeführten Radreiseanalyse des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.) wird so regelmäßig festgestellt, dass inzwischen fast die Hälfte der Radreisenden ein Elektrofahrrad nutzt. Im Jahr 2014 hatte der Anteil der E-Bikes noch bei 5,5 Prozent gelegen.
Wie transportiert man ein E-Bike?
Soll das E-Bike mit in den Urlaub und dafür am Auto befestigt werden, bietet sich ein Fahrradträger an. Da E-Bikes über deutlich mehr Gewicht verfügen als ein Fahrrad, reicht die maximale Stützlast herkömmlicher Fahrradträger allerdings nicht immer für den Transport des E-Bikes aus. Außerdem sind die Rahmen von E-Bikes größer dimensioniert. Darum ist es oftmals notwendig, einen speziellen Fahrradträger für Elektrofahrräder zu nutzen.

Welche Arten von Fahrradträgern gibt es?
Die drei häufigsten Arten von Fahrradträgern findet man auf dem Dach, an der Heckklappe oder aber auf der Anhängerkupplung eines Pkw oder Wohnmobils. Je nach Konzept sind Fahrradträger mit zusätzlichen Details wie einer Beleuchtung, einer Diebstahlsicherung und/oder einem zusätzlichen Nummernschild ausgestattet. Sie verfügen je nach Art über eine verschiedene zugelassen Stützlast und eignen sich daher nicht alle für den Transport von E‑Bikes.
Unabhängig davon haben alle drei Modelle folgende Gemeinsamkeiten:
Jeweils ein Bereich eines Fahrzeugs dient zur Befestigung der Räder.
Alle drei verfügen über spezielle Befestigungssysteme.
Sie alle sind für eine bestimmte Nutzlast ausgelegt.
Bei der Nutzung aller Fahrradträger sind folgende Punkte zu beachten:
zulässige Stützlast
empfohlen wird der Ausbau der Akkus
während der Fahrt nicht mit Planen abdecken
Anbauteile vor Antritt der Fahrt entfernen (Korb, Luftpumpe u. a.)
Fahrgeschwindigkeit anpassen (empfohlen werden 120–130 km/h)
jeweilige Landesvorschriften im Ausland beachten
max. zugelassene Fahrzeuglänge und -breite beachten
Fahrradträger für das Dach
Mit einem Dachträger wird ein Fahrrad mithilfe einer Radschiene auf dem Autodach befestigt. Zusätzliche Streben und Gurte sorgen für entsprechende Stabilität. Die Räder stehen aufrecht auf dem Autodach und können sowohl in Fahrtrichtung als auch umgekehrt montiert werden. Dachträger bieten neben einigen Vorteilen auch Nachteile:
Vorteile
oft günstiger als andere Modelle
hohe Flexibilität durch unterschiedliche Halterungen
Diebstahlsicherung fürs Rad
Grundfläche des Fahrzeugs bleibt unverändert
Nachteile
hoher Luftwiderstand
schweres Heben der Räder auf das Dach
anfällig gegen Seitenwind
in den meisten Fällen ist eine Dachreling nötig
Fahrradträger für das Heck
Wer sein Fahrrad nicht auf dem Dach transportieren möchte und keine Anhängerkupplung besitzt, ist mit einem Heckträger gut ausgerüstet. Das Auf- und Abladen der Fahrräder ist bei dieser Variante um einiges leichter. Der Heckträger wird an der Kofferraumklappe des Autos befestigt und kommt daher nur für bestimmte Kfz-Typen wie zum Beispiel Kombis infrage. Auch diese Modelle haben sowohl Vorteile als auch Nachteile:
Vorteile
einfache Montage auf der Heckklappe
einfaches Beladen und Entladen der Räder
geringer Luftwiderstand
gut für Wohnmobile geeignet
Nachteile
nicht für alle Kfz geeignet
nicht jede Heckklappe für die Last ausgelegt
verdeckt Sensoren von Hilfesystemen
Kofferraum eventuell nicht mehr zugänglich
Fahrradträger für die Anhängerkupplung
Die Kupplungsträger für Fahrräder nutzen den Kupplungskopf als Stütz- und Montagepunkt. Sie werden je nach Hersteller auch AHK Träger oder AHK-Fahrradträger genannt und können an Fahrzeugen mit einer vorhandenen Anhängerkupplung genutzt werden. Auch wenn sie in der Regel etwas teurer als die Dachträger oder Heckträger ausfallen, haben sie doch einige Vorteile, die für diese Investition sprechen.
Vorteile
leichtes Beladen und Entladen
geringer Luftwiderstand
Nachteile
verlagerter Fahrzeugschwerpunkt kann Lenkverhalten beeinflussen
hohe Investition
kann schnell die zulässige Gesamtlast eines Fahrzeugs übersteigen
Welche Regelungen gibt es für den Transport von E-Bikes?
Es gibt ein paar Regeln, die beim Transport von Fahrrädern auf dem Heckträger eines Autos einzuhalten sind.
Generell gilt:
Bikes dürfen beim Transport mit dem Auto nicht mehr als 20 cm pro Seite überstehen.
Spitze herausragende Kanten und Teile sind zu entfernen.
Der Fahrradträger muss laut § 10 Absatz 9 Satz 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) mit Rück- und Bremslichtern sowie einem amtlichen Kennzeichen ausgestattet sein.

Wie sichere ich mein E-Bike auf dem Fahrradträger?
Um das E-Bike sicher zu transportieren und vor Schmutz und Schäden zu schützen, bieten einige Hersteller praktische Neoprenschutzhüllen an. Auch der Bordcomputer kann mit einem Displayschutz versehen werden.
Um dein E-Bike auf dem Heckträger vor Diebstahl zu sichern, greifst du am besten zu einem Fahrradschloss. Es gibt bereits Modelle mit eingebautem Alarm, die mit ihrem Lärm jeden Dieb in die Flucht schlagen.
Welche Möglichkeiten für den E-Bike Transport gibt es noch?
Außer mit dem Auto kannst du dein E-Bike auch in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen und Zügen mitnehmen. Je nach Transportunternehmen gelten unterschiedliche Regeln und fallen eventuell zusätzliche Gebühren an.
E-Bike Transport im Bus
Bei Fernreisen mit dem Bus ist es von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, ob diese E-Bikes mitnehmen oder nicht. FlixBus zum Beispiel schließt die Mitnahme von E-Bikes aus – bis auf Falträder mit Elektroantrieb, die im Gepäckraum transportiert werden. Andere Unternehmen erlauben das Mitnehmen von E-Bikes, haben aber in der Regel nur begrenzt Platz zur Verfügung, sodass rechtzeitiges Buchen angeraten ist.
E-Bike Transport im Zug
Ein E-Bike im Zug zu transportieren, gestaltet sich relativ einfach und komfortabel, denn die Deutsche Bahn und andere Zugbetreiber machen keinen Unterschied zwischen einem herkömmlichen Fahrrad und einem E-Bike. So fallen auch die Mitnahmebedingungen und die Preise einheitlich aus. Zu beachten sind immer die jeweiligen Bestimmungen der einzelnen Anbieter, wenn es mit dem E-Bike auf Fernreise gehen soll.

E-Bike Transport mit dem Flieger
Da Lithium-Ionen-Akkus als Gefahrgut eingestuft werden, lehnen die meisten Airlines die Mitnahme von E-Bikes ab. Es gibt allerdings Ausnahmen, die jedoch teuer sind: Einige Airlines bieten den Transport von E-Bikes unter strengen Auflagen und mit viel Aufwand als Spezialtransport in einer Transportbox an. Daher ist das Ausleihen eines Pedelecs vor Ort der günstigere und einfachere Weg.
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